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03.12.2008 -
KW Spullersee: Baustraße gegen EU-Naturschutzrecht
Auf Tiroler Seite wird die Wasserableitung aus dem Lech kritisiert, in Vorarlberg wäre die Baustraße durch die „Klostertaler Bergwälder“ ein schwerer Schaden für die Natur.
Die Zufahrt wäre sowohl für die Erneuerung der Druckleitungen als auch für die geplante Überleitung von Wasser aus dem Lech vorgesehen. Dafür ist eine Baustraße von Klösterle aus geplant, die auf einer Länge von ca. 2,5 km durch das Natura2000-Gebiet „Klostertaler Bergwälder“ führen würde.
Dieses Gebiet wurde als Vogelschutzgebiet nominiert, weil dort seltene und gefährdete Vogelarten leben, u.a. Birkhuhn, Trauerschnäpper, Waldlaubsänger, Grünspecht, Schwarzspecht, Grauspecht, Dreizehenspecht, Weißrückenspecht und Sperlingskauz.
Von den ökologischen Sachverständigen und Naturschutzorganisationen wird diese Zufahrt daher klar abgelehnt.
Für uns ist ganz klar, dass diese Baustraße mit den naturschutzrechtlichen Vorgaben der EU nicht vereinbar ist. Ein Projekt, das ein Natura2000-Gebiet beeinträchtigt, darf nur bewilligt werden, wenn es zwingend erforderlich ist, und keine Alternativen bestehen.
Das ist aber der Knackpunkt: Es gibt zum Spullersee eine bestehende Zufahrt über das Zugertal, außerdem wäre auch der Bau einer Seilbahn möglich.
Für die ÖBB wäre die neue Baustraße günstiger, weil dadurch die Zufahrt kürzer wäre, außerdem müsste der Baustellenverkehr nicht durch Lech fahren. Für uns ist verständlich, dass die Gemeinde Lech sich diesen Verkehr lieber ersparen würde, die vorübergehende Belastung ist aber sicher das kleinere Übel als ein dauernder Schaden an der Natur.

