Lichtverschmutzung – Wenn Beleuchtung zum Problem wird

Für zahlreiche Insekten, Vögel, Amphibien, Reptilien, Fische, Krebse, Säugetiere und Pflanzen gibt es bereits wissenschaftliche Nachweise über ihre Beeinflussung durch künstliches Licht. Die künstlichen Lichtquellen haben mittlerweile unsere Städte, Ortschaften, Straßen und Gebäude erobert. Licht dient nicht mehr nur dem Bedürfnis des Menschen nach Sicherheit, künstliches Licht wird uneingeschränkt eingesetzt, sei es für Werbezwecke oder für Effektbeleuchtung.

Lichtverschmutzung (Bild: Tiroler Umweltanwaltschaft)

Beeinträchtigungen:

  • Menschen sind in ihren Körperfunktionen dem Tag- und Nachtrhythmus abgestimmt. Der Lebensrhythmus wird im Wesentlichen durch das Hormon Melatonin gesteuert. Durch künstliches Licht kommt es zu einer geringeren Produktionen von Melatonin und daher zu schlechtem Schlaf und Stress.
  • Wildtiere werden beispielsweise durch die Beleuchtung von Schipisten und Rodelbahnen gestört. Ihr Lebensraum wird weiter zerschnitten, Randbereiche der Pisten stehen nicht mehr als Lebensraum zur Verfügung.
  • Zugvögel werden durch punktuelle Lichtquellen und große beleuchtete Areale desorientiert. Sie gehen nach stundenlangen Irrflügen entweder an Erschöpfung oder Stress zugrunde.
  • Nachtaktive Insekten orientieren sich am Licht der Himmelskörper, durch künstliche Lichtquellen werden nachtaktive Insekten orientierungslos. Sie fliegen zwanghaft Leuchtkörper an, bis sie vor Erschöpfung verenden oder verbrennen.
  • Pflanzen werden beeinträchtigt indem das künstliche Dauerlicht das Fotosynthesevermögen mancher Arten lahm legt.
  • Sternenhimmel werden immer mehr verschwinden. Am durchschnittlichen Sternenhimmel in Österreich sind nur noch 10 % der Sterne zu sehen.

Kunstlicht in falscher Qualität und Intensität zur falschen Zeit am falschen Ort kann gravierende Schattenseiten haben. Eine energieeffiziente und umweltverträgliche Beleuchtung ist die Zukunft!

Projekt „Die Helle Not“

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