Naturschutz gegen Wirtschaft? Faktencheck

Lob kam vor allem von Seiten der Wirtschafts-Vertretungen, als die Novelle zum Naturschutzgesetz letzte Woche präsentiert wurde. So wie es klingt, muss die Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten sehr unter dem Naturschutz gelitten haben: Von „Dauerverhinderern“ war die Rede, von Ideologie und Schikanen und davon, dass alles blockiert werden sollte – Zitate

Die Fakten sprechen eine andere Sprache:
Im Jahr 2025 hat die Naturschutzanwaltschaft 633 Stellungnahmen in Naturschutzverfahren abgegeben, davon waren 70 negativ (also 11,1 %). Davon wurden 0 (Null) Verfahren mit einem negativen Bescheid beendet.
2024 waren es 643 Stellungnahmen, davon 53 negativ (8,3 %) und 0 negative Bescheide.

Auch die bisherigen Beschwerderechte dürften der Wirtschaft nicht schwer geschadet haben: Weiterlesen

Sperberfrühstück

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Privater Nachtrag zum Beitrag über Vogelanprall: Kurz nachdem am Silvestermorgen ein Buchfink ans Wohnzimmerfenster geprallt war und regungslos liegenblieb, tauchte dieser kleine Sperber wie aus dem Nichts auf und holte sich die Beute auf einen nahegelegenen Ast. Dort rupfte und verzehrte er sie in aller Ruhe, trotz fotografierender Zuschauer.

Viele Leute glauben ja, wenn sie keine toten Vögel sehen, gäbe es kein Problem an ihren Glasscheiben. Und übersehen dabei, dass in der Natur nichts Essbares lange liegenbleibt.
Wenn man aber überlegt, dass „beobachtet“ und „passiert“ nicht dasselbe ist, kann man wohl auch erklären, warum an meinen Fenstern Kollisionen augenscheinlich nur an Sonn- und Feiertagen vorkommen …