Sperberfrühstück

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Privater Nachtrag zum Beitrag über Vogelanprall: Kurz nachdem am Silvestermorgen ein Buchfink ans Wohnzimmerfenster geprallt war und regungslos liegenblieb, tauchte dieser kleine Sperber wie aus dem Nichts auf und holte sich die Beute auf einen nahegelegenen Ast. Dort rupfte und verzehrte er sie in aller Ruhe, trotz fotografierender Zuschauer.

Viele Leute glauben ja, wenn sie keine toten Vögel sehen, gäbe es kein Problem an ihren Glasscheiben. Und übersehen dabei, dass in der Natur nichts Essbares lange liegenbleibt.
Wenn man aber überlegt, dass „beobachtet“ und „passiert“ nicht dasselbe ist, kann man wohl auch erklären, warum an meinen Fenstern Kollisionen augenscheinlich nur an Sonn- und Feiertagen vorkommen …

Aprilscherz Zelfenbahn

Kurzmitteilung

Wenigstens ab und zu gibt es in unserem Alltag auch etwas zu lachen. Wie hier, wo ein paar listige Montafoner mit Hilfe des ORf ihre Mitbürger in den April schickten: Bericht Zelfenbahn

So weit weg von der Realität sind solche Ideen gar nicht – kein Wunder, dass viele den Bericht geglaubt haben.

Sonnenfinsternis: Der Beweis

Unbeeindruckt von den Ereignissen in der Naturschutzanwaltschaft ziehen die Gestirne ihre Bahnen … Wir haben uns natürlich trotzdem für die Sonnenfinsternis interessiert, und konnten mit einfachen Mitteln das Phänomen ohne Gefährdung der Augen beobachten: Das büroeigene Salatsieb stellte die Löcher zur Verfügung, die nach dem Prinzip der Lochkamera viele kleine Projektionen der Sonne erzeugten:

Projektion der Sonnenfinsternis mit Salatsieb

Mit dem richtigen Abstand funktionieren die Löcher als Lochblenden – die halbmondförmige Verdunkelung ist klar zu erkennen.

Projektion mit Salatsieb - keine Streuung

Kleinerer Abstand zur Projektionsebene: Die Löcher sind im Verhältnis zu groß. Keine Streuung – perfekt runde Löcher

Beide Bilder wurden um 10:43 aufgenommen, also kurz nach dem Höhepunkt der Verfinsterung. Das Licht kommt im Bild von rechts, die Projektion steht – wie immer – auf dem Kopf.

Yeti-Haare unter der Lupe

Bugerbear (c) CryptoTom @WikimediaZiemlich sicher ohne Bezug zu Vorarlberg, aber eine nette Geschichte:
Bryan Sykes, Genetiker von der Universität Oxford, hat sich gegen Ende seiner Karriere die Freiheit genommen, die angeblichen Yeti- und Bigfoot-Vorkommen näher zu untersuchen. Dazu analysierte er die DNA von 57 Haaren, die aus Sammlungen in der ganzen Welt beigesteuert wurden.

Die Ergebnisse waren bemerkenswert vielfältig: Außer drei Proben, die sich als Glasfaser, Pflanzenmaterial und menschliches Haar entpuppten, fanden sich Haare von Amerikanischen Schwarzbären (6 Proben), Hundeartigen (4), Kühen (4), Pferden (4), Braunbären (2) …. Sogar DNA von einem nordamerikanischen Stachelschwein, einem malayischen Tapir und zwei Waschbären wurden identifiziert – von letzteren stammte interessanterweise eine Probe aus Russland, wo es weit und breit keine natürlichen Vorkommen gibt.
Der interessanteste Fund dürften aber zwei Haare aus dem Himalaya sein, deren DNA-Sequenz zu 100 Prozent mit der einer ausgestorbenen Eisbärenart übereinstimmt – ein Haar stammt aber von einem Tier, das vor ca. 40 Jahren in Ladakh geschossen wurde, das andere wurde in einem Bambuswald in Bhutan gefunden.

Diese Studie ist die erste zu dem Thema, die in einem angesehenen wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurde (Proceedings of the Royal Society), der ganze Artikel ist kostenlos zugänglich (pdf, 425 kB). Die Autoren sagen, dass sie zwar die Existenz eines solchen Fabelwesens nicht beweisen konnten – das sei aber auch kein Beweis für das Gegenteil. „The absence of evidence is no evidence of the absence.“

Mit dem Fahrradnavi von Götzis nach Dornbirn

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„Schnell“ – 55 min

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„Gemütlich“ – 53 min

Nachdem im vollgestopften Zug heute kein Platz für mich und mein Fahrrad war, habe ich beschlossen, gleich mit dem Rad nach Dornbirn zu fahren, und dabei  die neue App zur Fahrrad-Navigation zu testen (über die ich schon einmal kurz berichtet habe).

Für die Routenauswahl kann man verschiedene Optionen einstellen: Gewünschte Fahrbahnoberfläche und Geschwindigkeit.
Dabei ändert sich irgendwas, aber die App rechnet mehr Zeit für die Option „schnell“ als für „gemütlich“, wobei 55 Minuten für 11,5 km auch nicht besonders sportlich sind …

goetzis-inatura

Interessanterweise rechnet der Routenplaner auf der Website anders, obwohl ich dachte, dass beide die gleichen Daten verwenden – der nimmt flottere 35 Minuten an. Weiterlesen