Veranstaltung: Lebensgrundlage Boden

Zu Recht wird derzeit viel über Bodenschutz diskutiert. Dabei ist beides wichtig: Der Schutz der freien Flächen, also der Quantität, aber auch der Qualität der Böden.
Dazu ein interessanter Veranstaltungshinweis:

Do 20. April 2017, 19.00 Uhr, Dornbirn, Foyer Fachhochschule Vorarlberg, Hochschulstraße 1

Boden — Die Grundlage unseres Lebens
Empfang zum Internationalen Tag der Mutter Erde

Referent: Dr. Andreas Baumgarten, Leiter der Abteilung Bodengesundheit und Pflanzenernährung in der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. Weiterlesen →

Amphibientod auf Straßen

Amphibien haben international gesehen den höchsten Anteil gefährdeter Arten. In Vorarlberg bedroht sind vor allem der Laubfrosch, Gelbbauchunke, Kamm- und Teichmolch. Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die Erdkröte europaweit in ihrem Bestand stark zurückgegangen ist (Petrovan SO, Schmidt BR (2016) Volunteer Conservation Action Data Reveals Large-Scale and Long-Term Negative Population Trends ofa Widespread Amphibian, the Common Toad (Bufo bufo). PLoS ONE 11(10)). Dies muss als deutliches Warnzeichen gesehen werden. Denn wenn verbreitete Arten wie die Erdkröte rückläufig werden ist dies ein Hinweis, dass die Umweltqualität großräumig (europaweit) schlechter wird.

(www.froschnetz.ch)

Die Erdkröte fällt im Rheintal besonders oft bei ihren Laichwanderungen dem Straßenverkehr zum Opfer. Eine Erdkröte benötigt zum Überqueren einer Straße oft 15 bis 20 Minuten. Dabei werden bereits bei sehr geringen Verkehrsdichten weit über 50 % der wandernden Erdkröten getötet. Manche Gemeinden beugen dem Amphibiensterben an besonders frequentierten Straßenübergängen durch Warnschilder für die AutofahrerInnen oder auch mittels Amphibienzäunen vor. Dies ist jedoch sehr arbeits- und zeitaufwändig und wird nur von sehr wenigen Gemeinden in Vorarlberg umgesetzt. Die Anlage von fixen Straßenunterführungen für Amphibienwanderungen würde eine Durchlässigkeit zwischen Laichplatz und Sommerlebensraum zulassen.

Gemäß der Vorarlberger Naturschutz- Landschaftsentwicklungsverordnung sind nach § 8 alle Reptilien und Amphibien in Vorarlberg geschützt. Die fachlich zuständigen Landesdienststellen sind für die Überwachung der Erhaltungszustände der geschützten Tierarten und ihren Lebensräumen zuständig. Es besteht absolut die Notwendigkeit geeignete Amphibienschutzmaßnahmen zu realisieren.

 

Raumplanung: Zukunft nicht verbauen

Zersliedlung DornbirnKonsequent sparsame Nutzung von Freiflächen ist die wichtigste Aufgabe der Raumplanung – hier muss die Notbremse gezogen werden.

Derzeit  wird wieder intensiv über die Raumplanung diskutiert. Das zeigt schon, wie wichtig es ist, die vielen Nutzungsinteressen in unserem kleinen Land vernünftig zu ordnen. Denn die nutzbaren Flächen sind sehr begrenzt und nicht vermehrbar, die Interessen von Wirtschaft, Landwirtschaft, Naturschutz und Freizeitnutzung widersprechen sich oft – so steigt der Druck auf jeden Quadratmeter.

Viele fordern derzeit „Entwicklungsmöglichkeiten“  – vor allem wohl für die Wirtschaft und die Siedlungen. Diese Möglichkeiten gibt es aber nur, solange Flächen freigehalten werden. Wenn die Reserven einmal freigegeben werden, sind sie weg – damit hat man sich dann im wahren Sinn des Wortes die zukünftige Entwicklung verbaut.

Heute wird LR Rüdisser zitiert, es „sei nicht Aufgabe der Landesraumplanung, für  einen Unternehmer eine Standortentscheidung zu treffen“. Das ist wohl richtig. Es ist aber eine wichtige Aufgabe des Landes, für alle Vorarlberger die Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen zu erhalten – und alle gleich zu behandeln.

Wenn nämlich für die Firma Ölz ein Stück Grünzone geopfert würde, wäre es sehr schwierig, dem nächsten Bewerber ein ähnliches Anliegen abzulehnen.

Daher muss zuerst einmal die weitere Verbauung von Freiflächen gestoppt werden. Dann ist es höchste Zeit, aktive Instrumente zur Baulandmobilisierung und Weiterentwicklung der bebauten Flächen einzusetzen.

 

Neue Bahnen: Kein Aprilscherz?

Nachdem nun schon einige Monate lang keine neuen Schigebietspläne diskutiert wurden, ist heute in der Zeitung etwas ganz Neues aufgetaucht: Eine Verbindung von Klosters nach Gargellen.
Wir schreiben heute den 6. April. Also dürfte es sich – im Gegensatz zur Zelfenbahn – hier nicht um einen Scherz handeln …

Für große Aufregung ist es aber noch zu früh. Dazu müssten zuerst einmal genaue Pläne und Untersuchungen auf den Tisch.

Aprilscherz Zelfenbahn

Kurzmitteilung

Wenigstens ab und zu gibt es in unserem Alltag auch etwas zu lachen. Wie hier, wo ein paar listige Montafoner mit Hilfe des ORf ihre Mitbürger in den April schickten: Bericht Zelfenbahn

So weit weg von der Realität sind solche Ideen gar nicht – kein Wunder, dass viele den Bericht geglaubt haben.

Naturvielfalt in der Gemeinde – Biotopexkursionen 2017

Die erfolgreiche Exkursionsreihe geht in die nächste Runde!

Wenn sie die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt der Vorarlberger Biotope kennen lernen wollen, dann begeben Sie sich doch auf eine der 28 Exkursionen mit Expertinnen und Experten des Landes Vorarlberg. Die Exkursionsziele sind vielfältig und reichen vom Besuch des Natura 2000-Gebietes an der Mündung der Bregenzerach in Hard bis ins Montafon mit seinen artenreichen Wiesenlandschaften und beeindruckenden Bergwäldern.

Die Einladung richtet sich an alle Interessierten, die die Vielfalt der Natur in Vorarlberg und deren besondere Naturschätze näher kennenlernen möchten! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos.

Hier gehts zum Programm: Biotopexkursionen Flyer

Alter Rhein – Lustenau

 

 

 

Quellbiotope: ein gefährdeter Lebensraum

Quellsysteme bieten beste Bedingungen für hochspezialisierte Quell-Lebensgemeinschaften und beherbergen eine große Artenvielfalt.

Quelle in Rauz

Auch in Vorarlberg ist Wasser aus Quellen noch immer ein wichtiger Bestandteil der Wasserversorgung. Der steigende Bedarf an hochwertigem Wasser wie auch die intensive Nutzung der Landschaft führen zu immer weiteren Fassungen und Verbauungen von Quellsystemen.

Quellbiotope sind auf Grund ihrer Kleinflächigkeit und ihrer besonderen Lebensbedingungen sehr störungsempfindlich. Bei Zerstörung einer Quelle geht unweigerlich die typische Fauna und Flora verloren und es dauert Jahrzehnte bis sich Quellen von Eingriffen ansatzweise erholen.

Durch das Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung (GNL) sind Quellen unzureichend geschützt. Gerade Quellbiotope sollten Vorrangflächen für den Naturschutz werden, sie wurden bisher wenig beachtet und sind bereits selten geworden. Naturnahe Quellen sind sowohl in ihrem Bestand als auch in ihrer Funktion als Schnittstelle zwischen dem unterirdischen und oberirdischen Wasserkreislauf massiv gefährdet!

Der Gesetzgeber sollten den Quellen als Lebensraum und wegen ihrer Bedeutung für den Gewässerschutz großes Gewicht beimessen und ihnen daher in der Praxis einen besonderen gesetzlichen Schutz verleihen.

 

Natura 2000 – Manager*innen gesucht

Die Betreuung der Natura 2000-Gebiete in Vorarlberg soll neu organisiert werden: Das Land wird in fünf Regionen geteilt, die jeweils einen „Manager“ bekommen sollen.

Für drei dieser Regionen werden neue Stellen besetzt, nämlich
• Rheintal
• Bregenzerwald – Kleinwalsertal
• Walgau – Großwalsertal – Arlberg

Wer vielfältige Herausforderungen im Naturschutz sucht, und zur Erhaltung der wertvollsten Gebiete beitragen möchte, sollte sich das näher ansehen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 10. Februar, hier ist die vollständige Aussschreibung.