„Mission Statement“ der UmweltanwältInnen Österreichs

Die Konferenz der UmweltanwältInnen Österreichs hat in ihrer jüngsten Sitzung ein „Mission Statement“ verabschiedet, das die besondere Stellung der Umweltanwaltschaften – zwischen Politik und Verwaltung einerseits und NGO´s und Bevölkerung andererseits – in Erinnerung rufen soll.

Jede Umweltanwaltschaft ist anders – nachdem die Naturschutzgesetzgebung Sache der Länder ist, sind die Kompetenzen überall etwas anders geregelt. Alle Umweltanwaltschaften sind aberein Garant für Unabhängigkeit und Sachlichkeit, ein Impulsgeber und ein einschätzbarer Partner im Natur- und Umweltschutz:

► Die Umweltanwaltschaften Österreichs sind die einzigen Einrichtungen, die überparteilich und frei von Weisungen die Interessen von Natur und Umwelt vertreten. Sie sind in der Lage, themenübergreifend, interdisziplinär und unbürokratisch Angelegenheiten der Umwelt- und Lebensqualität zu bearbeiten und gewährleisten den  derzeitigen Standard im Natur- und Umweltschutz.

► Aufgrund ihrer rechtlichen und strukturellen Verankerung vertreten sie die Interessen von Natur und Umwelt aus rein fachlich-sachlicher Perspektive.

► Auf Basis ihres gesetzlichen Auftrags nehmen sie ihre Aufgaben kompetent und objektiv wahr – ohne Rücksicht auf Mitgliederinteressen bzw. vordergründige Öffentlichkeitswirksamkeit.

► Die Umweltanwaltschaften Österreichs haben Parteistellung in vielen umweltrelevanten Verfahren, um Natur und Umwelt eine kraftvolle unverzichtbare Stimme zu geben.

► Sie helfen beim Verständnis von rechtlichen Rahmenbedingungen, geben Orientierung und leisten somit wertvolle „Übersetzungsarbeit“ für Gemeinden, BürgerInnen und unterschiedliche Interessensgruppen.

► Sie sind Anlaufstelle für Umwelt- und Naturinteressierte und gehen Beschwerden und Missständen konsequent nach.

► Die Umweltanwaltschaften Österreichs vermitteln in vielen Fällen zwischen unterschiedlichen Interessen in Bezug auf die Nutzung von Natur und Umwelt – in Einzelfällen auch mithilfe von Mediation. Hier tragen sie wesentlich zur Entlastung von Politik und Verwaltung in Konfliktsituationen bei.

► Sie setzen ihre umfassende Kompetenz bei der Erarbeitung von Rechtsnormen und fachlichen Programmen bzw. „Good practice-Projekten“ im Bereich des Umwelt-, Natur- und Gesundheitsschutzes ein.

► Sie sind Impulsgeber und Innovationsbringer zur Sicherung von Lebens- und Umweltqualität auch für nachfolgende Generationen. In diesem Zusammenhang setzen sie sich für eine Energie- und Verkehrswende ein, die Natur- und Umweltschutzinteressen als gleichwertig sieht.

► Die Umweltanwaltschaften Österreichs treten klar und engagiert gegen überschießende Begehrlichkeiten gegenüber Natur und Umwelt auf, wobei sie auch auf andere Interessen Rücksicht nehmen. Gegründet als erkannte Notwendigkeit infolge schwerwiegender Umweltkonflikte wie etwa „Zwentendorf“ oder „Hainburg“ stellen die Umweltanwaltschaften Österreichs sicher, dass Natur- und Umwelt eine starke Vertretung im rechtlichen Gefüge sowie im öffentlichen Diskurs haben.

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Grazie, Anna!

Anna Pichler ist seit Anfang Juni wieder im heimatlichen Südtirol und wird sich dort im Alpenverein für die Natur und Umwelt einsetzen.

nsaIn den fast vier Jahren in der Naturschutzanwaltschaft hat sie hier vieles eingebracht: Wissen, Fleiß und Engagement, jugendlichen Schwung und Begeisterungsfähigkeit (erkennbar zum Beispiel an vielen Rufezeichen im Text!!), Südtiroler Redeweisen, Schüttelbrot und andere Spezialitäten, viele neue Ideen und viel Spaß. Weiterlesen

Neue NSA-Stellvertreterin: Anna Tschegg

AnnaTscheggAuf Anna folgt Anna: Anna Tschegg, 26-jährige Biologin aus Koblach ist die neue Naturschutzanwalt-Stellvertreterin. Sie hat in Innsbruck das Masterstudium „Ökologie und Biodiversität“ abgeschlossen, hat ein Verwaltungspraktikum in der Umweltabteilung des Landes absolviert und ist derzeit noch beim Gemeinde-Umweltverband beschäftigt. Am 1. Juli 2015 wird sie ihre Arbeit in der Naturschutzanwaltschaft beginnen.

Die Vorarlberger Naturschutzorganisationen haben in ihrer gestrigen Sitzung ihre neue Vertreterin begrüßt und gemeinsam die Dienstverträge unterzeichnet.

NGOs und NSA

Umweltorganisationen mit Naturschutzanwältinnen

 

Naturschutzanwalt-StellvertreterIn gesucht

Verhandlung bei Regen

Abwechslung und frische Luft wird garantiert – schönes Wetter nicht

Nachdem es die stellvertrende Naturschutzanwältin wieder in den sonnigeren Süden zieht, muss hier die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger beginnen.

Nach Möglichkeit sollte die Stelle ab dem ersten Juni wieder besetzt sein. Es handelt sich dabei um eine Vollzeitstelle, eine Aufteilung auf zwei Teilzeitstellen wäre prinzipiell möglich.

Der oder die Neue sollte natürlich Interesse am Naturschutz haben, möglichst Fachwissen, Ortskenntnisse und Kenntnis des Verwaltungssystems mitbringen, sich gut ausdrücken können, gerne mit Leuten umgehen und die üblichen Office-Programme beherrschen. Erfahrung mit GIS wäre ebenfalls von Vorteil, außerdem natürlich Belastbarkeit, Flexibilität, Lernbereitschaft und Geländegängigkeit. Sehr hilfreich ist auch eine Portion Humor, da in so einem Job unvermeidlicherweise auch einmal Auseinandersetzungen und Rückschläge vorkommen.

Wer sich das alles zutraut, soll sich bitte bei der Naturschutzanwaltschaft bewerben! Näheres steht hier in der Stellenausschreibung (pdf, 153 kB).

Ab in den Süden … Abschied Anna Pichler

P1070796Ich bin seit Juli 2011 als stellvertretende Naturschutzanwältin in Vorarlberg tätig. In letzter Zeit habe ich gemerkt, dass es mich immer mehr wieder in meine Heimat Südtirol zurückzieht. Mit Ende Mai werde ich daher die Naturschutzanwaltschaft verlassen und beim Alpenverein Südtirol in Bozen die Stelle als Sachberarbeiterin für den Bereich Natur und Umwelt übernehmen.
Meine Entscheidung richtet sich nicht gegen Vorarlberg oder die Naturschutzanwaltschaft, sondern für eine Rückkehr nach Südtirol. In Vorarlberg habe ich meine zweite Heimat gefunden. Ich danke allen für die Herzlichkeit mit der ich hier aufgenommen wurde und für die gute Zusammenarbeit! Ab in den Süden …

UVP Stadttunnel Feldkirch

IMG_3944Die Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung für den „Stadttunnel Feldkirch“ sind gestern abend bei uns eingetroffen – 31 Ordner, sauber verpackt in drei Kisten.
Jetzt fragt sich nur noch, wo wir die unterbringen. Und woher wir die Zeit nehmen, das alles gründlich zu studieren. Und ob die Kisten als Sitzgelegenheit stabil genug sind.

Im Ernst: Das scheint noch eine ungelöste Herausforderung, solche Verfahren ohne unnötigen Aufwand durchzuziehen, und doch alle berechtigten Anliegen dabei ausreichend zu berücksichtigen.

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Katharina Lins als Naturschutzanwältin neu gewählt

Katharina Lins wurde als Naturschutzanwältin für Vorarlberg wieder gewählt.

Katharina Lins wurde als Naturschutzanwältin für Vorarlberg wieder gewählt.

Die Vertreter der Vorarlberger Naturschutzorganisationen haben gestern in der inatura Dornbirn die Naturschutzanwältin für Vorarlberg gewählt.

DI Katharina Lins wurde von den anwesenden Vertretern der Naturschutzorganisationen einstimmig als Naturschutzanwältin wieder gewählt.

Die bestätigte Naturschutzanwältin, Katharina Lins, mit Stellvertreterin Anna Pichler und Vertretern der Naturschutzorganisationen.

Die bestätigte Naturschutzanwältin, Katharina Lins, mit Stellvertreterin Anna Pichler und Vertretern der Naturschutzorganisationen.

Somit wird Katharina Lins am 1. Mai ihre bereits 5. Amtsperiode in Angriff nehmen.

Nur in Vorarlberg werden der Naturschutzanwalt und sein Stellvertreter von Naturschutzorganisationen gewählt, in den anderen Bundesländern werden die Umweltanwälte jeweils von der Landesregierung bestellt. Die Wahl erfolgt alle 4 Jahre.