As langat!

Demo-Wanderung für mehr Naturschutz vom 27. bis 31. August 2018

Vorarlberg-Karte mit WanderrouteMehrere Vorarlberger Naturschutzorganisationen laden zu einer Demonstration für mehr Naturschutz im Ländle ein.
Anlässe zum Prostest gibt es genug: Der drohende großflächige Verlust bester landwirtschaftlicher Böden, mangelhafte Raumplanung, das rasante Vorantreiben des Massentourismus mit naturzerstörenden Projekten, massive Eingriffe in den Wasserhaus- halt, ausufernder Individualverkehr, ein grassierendes Artensterben durch intensivierte Landwirtschaft und die Plünderung natürlicher Ressourcen sind nur einige Beispiele.

Der Weg führt in fünf Tagesetappen durchs ganze Land – vom Bodensee bis zur Bielerhöhe, jeden Tag wird es Kundgebungen mit Live-Musik geben. Alle Interessierten sind eingeladen, ein Stück des Weges mitzugehen, oder zu den jeweiligen Stationen zu kommen.

Das genaue Programm folgt in Kürze. Mehr dazu auf www.alpenschutzverband.at
Downloads: Aufruf –  Flugblatt

Veranstalter sind der Alpenschutzverein für Vorarlberg, der Alpenverein Vorarlberg, die Naturfreunde Vorarlberg, der Vorarlberger Naturschutzbund und mehrere Bürgerinitiativven.

Panoramabilder aus dem Rheindelta

Das Umweltbüro Grabher ist nicht nur für umfangreiches Naturwissen bekannt, sondern auch für eine umfangreiche Sammlung attraktiver Fotos.

In einem neuen Projekt haben sie mit einer Spezialkamera 360°-Panoramen im Rheindelta aufgenommen und auf einer Website zur Verfügung gestellt. Eine Übersicht der Punkte ist hier – ideal für schöne Naturausflüge vom Schreibtisch aus.

Historische Quellen zur Biodiversität

Eine Fundgrube für Wissbegierige: Die Biodiversity Heritage Library, ein Verbund von Bibliotheken in der ganzen Welt, hat hunderttausende Dokumente online zugänglich gemacht. Dazu wurden Millionen von Seiten gescannt, um das Wissen allen Menschen auch außerhalb von Bibliotheken zur Verfügung zu stellen.

Man kann die Sammlung nach verschiedenen Kriterien durchsuchen, oder einfach stöbern und sich vom Blog und ausgewählten Vorschlägen inspirieren lassen. Man kann die Werke in einem online-Reader lesen, und einzelne Seiten oder ganze Werke als PDFs herunterladen.

Alleine für die Illustrationen lohnen sich solche Streifzüge durch die Archive. Wenn die Bilder alleine genügen, kann man sich durch die wunderschöne und umfangreiche Bildersammlung auf Flickr klicken. Hier zum Beispiel einige Illustrationen aus der  „Flore d’Amérique“  von Etienne Denisse:

(Entdeckt via Open Culture – ebenfalls eine riesige Fundgrube für Neugierige)

Baumwelten – Der Wert eines Baumes

Am 4.5.2017 fand in der Inatura der Vortrag von Conrad Amber über die Baumwelten Mitteleuropas statt. Besonders beeindruckend war die beispielhafte Vorstellung vom monetären Wert eines Baumes:

Eine 100 jährige Buche besitzt 600.000 unterschiedliche Blätter auf insgesamt 1.200 m2. Jährlich produziert sie 4,5 Tonnen Sauerstoff, nimmt 6 Tonnen giftiges Kohlendioxid und eine Tonne Feinstaub auf. Dafür verdunstet sie ca. 400 Liter Wasser täglich und das über hunderte von Jahren. Dazu benötigt sie eine Fläche von 3×3 Meter. Um diesen Baum zu ersetzen, müssten zweitausend Jungbäume mit 1,5 m3 Kronen gesetzt werden. Die Kosten dafür: 150.000 €.

Vor der Fällung von Bäumen sollte man dies bedenken und NACHRECHNEN!

Buche in Harthausen, www.conradamber.at

Veranstaltung: Lebensgrundlage Boden

Zu Recht wird derzeit viel über Bodenschutz diskutiert. Dabei ist beides wichtig: Der Schutz der freien Flächen, also der Quantität, aber auch der Qualität der Böden.
Dazu ein interessanter Veranstaltungshinweis:

Do 20. April 2017, 19.00 Uhr, Dornbirn, Foyer Fachhochschule Vorarlberg, Hochschulstraße 1

Boden — Die Grundlage unseres Lebens
Empfang zum Internationalen Tag der Mutter Erde

Referent: Dr. Andreas Baumgarten, Leiter der Abteilung Bodengesundheit und Pflanzenernährung in der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. Weiterlesen

Vorarlberger Klimatage

Klima_druck Im Vorfeld der nächsten UN-Klimakonferenz organisieren einige Vorarlberger Organisationen aus dem Umwelt- und Gesundheitsbereich gemeinsam die Vorarlberger Klimatage vom 1. bis zum 30. November.

40 weitere MitgestalterInnen sind bei den Vorarlberger Klimatagen dabei: Nicht nur die klassischen Umwelt- und Energievereine machen mit, sondern auch Landesfeuerwehrverband,  Bibliotheken, die Katholische Kirche … bis hin zu Städten & Abteilungen des Landes Vorarlbergs.

Zentraler Aktionstag wird der 20. November mit einer vielgestaltigen Klimakonferenz im Festspielhaus in Bregenz.

Programm und mehr Informationen unter wirsindklima.org.

Infoblatt Vorarlberger Klimatage_A4 (pdf, 6,4 MB)

Infoblatt Vorarlberger Klimakonferenz A4 (pdf, 3 MB)

Gutes Neues Bodenjahr!

2LOGO_IYS_en_vertical015 ist weltweit das Jahr der Böden – ein wichtiges Thema mit vielen interessanten Aspekten. Für uns sind dabei vor allem Ökologie und die Bedeutung für die weltweite Ernährung interessant.

Zur globalen Situation gibt es einen sehr gut gemachten Atlas  von Le Monde Diplomatique, die schon eine Reihe von interessanted Publikationen zu weltweiten Nachhaltigkeitsthemen produziert haben (vom „Atlas der Globalisierung“ mit verschiedenen Schwerpunkten bis zum Fleischatlas). Dieser Bodenatlas ist auch in einer österreichischen Version bei Global 2000 erhältlich (kostenlos als PDF, 5 MB).

Weltweit ist der Verlust an fruchtbaren Böden eines der ganz großen, aber zu wenig beachteten Umweltprobleme. Bei uns ins Vorarlberg ist vor allem der Bodenverbrauch durch Verbauung ein Dauerbrenner.

bodenschutzkonzept_92_coverDazu hat schon 1992 das Bodenschutzkonzept des Landes sehr klare Aussagen getroffen, die auch viele Jahre später noch aktuell sind. Das Konzept ist nur noch als PDF erhältlich (eingescannte Version, 5 MB).
2008 wurde eine erste Bilanz zum Bodenschutzkonzept erstellt, die ebenfalls online vefügbar ist. Die ist recht positiv ausgefallen, die Herausforderungen bestehen aber noch immer.

Im Laufe des Bodenjahres wird es sicher etliche interessante Veranstaltungen und Informationen geben – wir bleiben dran!

„Naturschutz tut mir nicht weh“ – Kommunikation für Natura 2000

Behördenmonster - (c) komm-natura.at

Behördenmonster – (c) komm-natura.at

Das Projekt Komm-Natura arbeitet daran, die Kommunikation zum Thema Natura2000 zu verbessern, den Dialog zwischen den verschiedenen Nutzergruppen zu fördern und (zur Abwechslung) auch positive Inhalte zu vermitteln. Dazu wurden auch ungewöhnliche Mittel wie Karikaturen, und Gedichte verwendet, und zuletzt eine Reihe von Kurzfilmen aus alllen österreichischen Regionen veröffentlicht.

Im Kurzfilm Nummer 2 kommt auch „Georg Grabherr, Naturschutzlegende“ zu Wort, und in Film Nr. 8 wird über die Diskussionen zum Gebiet „Verwall“  berichtet (dort hat ja der erste Mediationsprozess zu einem Groß-Schutzgebiet stattgefunden):

 

Witzig ist auch das „Making of“ mit Funden aus allen Kurzfilmen – man sieht, dass sich trotz mancher Gegensätze auch Naturschützer und -nutzer gut unterhalten können: