Nur manchmal sehen Außendienste so richtig idyllisch aus – wie hier am Hohen Ifen.
NaturschutzmanagerIn gesucht
Der „Naturschutzverein Verwall – Klostertaler Bergwälder“ sucht einen neuen Naturschutzmanager bzw. Naturschutzmanagerin für die Betreuung der Schutzgebiete „Verwall“ und „Bergwälder Klostertal“.
AUFGABENBEREICHE:
- Öffentlichkeitsarbeit und Information
- Koordination der Umsetzung der Natura 2000 Managementpläne
- Pflege und naturkundliche Beobachtung der Europaschutzgebiete
- Initiieren und Begleiten von Forschungsarbeiten und Naturschutzprojekten
- Betrieb und Weiterentwicklung des Informationszentrums bzw. der Geschäftsstelle
- Naturschutzberatung und Zusammenarbeit mit Gemeinden und
Grundeigentümern, Bewirtschaftern und Freizeitnutzern
ANFORDERUNGSPROFIL:
- Ausgeprägte kommunikative, unternehmerische und pädagogische Fähigkeiten
- Ausgezeichnete Kenntnisse in Naturschutzbiologie
- Kontaktfreudigkeit, Konfliktfähigkeit, sicheres Auftreten
- Ausgeprägtes Interesse für Naturschutzarbeit
Bewerbungen bis spätestens 25. September 2015
an den Naturschutzverein „Verwall – Klostertaler Bergwälder“
Gemeindeamt Gaschurn, Dorfstraße 2, 6793 Gaschurn.
Nähere Auskünfte bei Bürgermeister Martin Netzer, MSc
(Tel. Nr: 05558/8202-0)
Ausführliche Ausschreibung (pdf, 152 kB)
Alpenrhein: Blick in die grüne Zukunft
Die Werkstatt Faire Zukunft in Liechtenstein hat ein schönes Video erstellt, in dem (gegen Ende) eindrucksvoll gezeigt wird, wie eine Ausweitung im Bereich Sevelen/Vaduz aussehen würde. Am Anfang stehen Naturaufnahmen an der Rheinquelle, das Zusammenspiel von Mensch und Fluss, dann anschließend die harte Nutzung durch Staudämme und Uferverbauungen.
Ähnlich könnte es irgendwann zwischen Feldkirch und dem Bodensee aussehen – falls die Chancen aus den Projekt Rhesi richtig genutzt werden.
Ab morgen auf Kosten der Kinder
Der 13. August ist heuer der Earth Overshoot Day, auf deutsch auch Erderschöpfungstag genannt, das heißt, der Tag, an dem weltweit die nachwachsenden Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht sind. Von diesem Tag leben wir praktisch „auf Pump“, das heißt, es wird die Substanz aufgebraucht.
Das Konzept hat das Global Footprint Network entwickelt, das für die Idee des „Ökologischen Fußabdrucks“ bekannt ist.
Da der Ressourcenhunger weltweit steigt, ist dieser Tag immer früher im Jahr: Im Jahr 1987 fiel er auf den 19. Dezember, 1993 schon auf den 21. Oktober, 2003 auf den 22. September.
NGP 2015: Auch eine Chance für den Auwald
Pestizidtest: Bio vs. konventionell
Die Umweltorganisation Global2000 hat kürzlich konventionelles und biologisch angebautes Obst und Gemüse auf Pestizidrückstände getestet. Das Ergebnis: In den 29 konventionellen Proben konnten Rückstände von 37 verschiedenen Wirkstoffen nachgewiesen werden. Bei den 25 Bio-Produkten dagegen waren 24 pestizidfrei, nur an einer falsch deklarierten Avocado aus Peru wurde ein Wirkstoff gefunden.
Auch wenn außer einem alle Werte unter den gesetzlichen Höchstwerten lagen, liest sich die Liste der Stoffe eindrucksvoll (zur ganzen Liste). An fast allen konventionellen Proben wurde mehr als ein Wirkstoff gefunden, an Äpfeln und Birnen gleich neun verschiedene.
Mengenmäßig wurden die meisten Rückstände an österreichischen Johannisbeeren gefunden, gefolgt von importierten Orangen und Zitronen.
Mehr Information zur Untersuchung
Über 520.000 Stimmen für Natura 2000
Weit über eine halbe Million Menschen haben EU-weit für einen starken Naturschutz in Europa eingesetzt und sich an der Aktion NatureAlert beteiligt.
Dazu kommen natürlich noch Personen und Organisationen, die sich individuell an der Umfrage der EU teilgenommen haben.Mehr dazu zB beim WWF.
Nun wird es an der Kommission liegen, die richtigen Schlüsse aus den vielen Stellungnahmen zu ziehen. Zu verbessern gäbe es jedenfalls auch noch einiges, wie etwa die Bestandsaufnahme aus dem Vorjahr zeigt.
Letzte Woche: EU-Befragung zu Natura 2000
Nur noch bis zum 24. Juli läuft die EU-weite öffentliche Umfrage zu Natura 2000 – wem die Natur ein Anliegen ist, und wer das bisher noch nicht gemacht hat, sollte sich rasch daran beteiligen!
Der Hintergrund: In der EU gibt es Bestrebungen, die Naturschutzrichtlinien „moderner“ und „unbürokratischer“ zu gestalten, deshalb werden sie derzeit einem „Fitness-Check“ unterzogen. Viele Naturschutzorganisationen befürchten, dass die Richtlinien aufgeweicht werden sollen und fordern ihre Mitglieder auf, sich in die Diskussion einzubringen. Mehr Information dazu zB hier (PK österreichischer Umweltorganisationen), beim WWF oder dem Umweltdachverband.
Dort sind jeweils auch Links zur Seite naturealert.eu, wo man mit einem Klick eine naturschutzfreundliche Antwort abschicken kann. Wer mehr Zeit und Wissen hat, kann die Fragen hier im Detail beantworten. Weiterlesen
Verbindung Zürs-Rauz genehmigt
Das touristische Industriegebiet im Lande soll wieder um ein Stück vergrößert werden: Am Freitag hat die BH Bludenz eine Schigebietsverbindung bewilligt, die mit vier Seilbahnen von Zürs zum Trittkopf, über den bisher unerschlossenen Ochsenboden nach Rauz und von dort auf der anderen Talseite auf die Albona führen soll.
Gleichzeitig wurde auf Tiroler Seite die Verbindung von St. Anton nach Kappl verhandelt, die ebenfalls ein schwerwiegender Landschaftseingriff wäre.
Gute Nachrichten für alle, die sich schon lange wünschen, mit Schiern von Schröcken bis Kappl zu fahren. Weniger gute für Leute, denen die Erhaltung unserer Natur und Landschaft am Herzen liegt.
Besonders schmerzhaft sind dabei die geplanten Eingriffe in bisher völlig unverbauten Bereichen: Auf einem kleinen Felskopf auf dem Ochsenboden soll eine riesige Y-förmige Mittelstation gebaut werden, von dort soll eine Bahntrasse hinunter nach Zürs gehen, eine hinauf zum Trittkopf, und eine über den steilen Bergrücken beim Ochsenbodenkopf und von dort hinunter nach Rauz. Weiterlesen
Was auch geschieht
Kurzmitteilung
Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken,
Von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken!
Erich Kästner, 1931


