Archiv der Kategorie: aktuell
Gedanken zum schönsten Ort Vorarlbergs
Der Lingenauer Quelltuff wurde von den Vorarlbergern im ORF zum schönsten Ort im Ländle gewählt. Dass der Quelltuff etwas ganz besonderes ist sieht man schon beim ersten Blick auf die „Quelltuffwand“.
Dass aber diese Wahl einen derartigen Ansturm auf das Naturdenkmal auslösen kann hat mich dann doch überrascht. Weiterlesen
Auwaldstudie als Download verfügbar
Die Grundlagenstudie „Wälder an Fließgewässern im Talraum Vorarlbergs“ (Auwaldstudie), erarbeitet vom UMG Umweltbüro Grabher, wurde über die Sommermonate in den einzelnen Bezirken präsentiert, nun steht die Studie auf der Homepage des Vorarlberger Naturschutzrates (pdf 9.2 MB) unter der Rubrik Studien und Stellungnahmen als Download zur Verfügung. Die Studie umfasst den Großteil der Vorarlberger Auwälder. Die restlichen 20% entfallen auf die Gebirgsbachauen wie z.B. am Suggadin, an der Meng etc. und werden 2015 erhoben.
Die Studie zeigt auf, dass die Ausdehnung der Auwälder in Vorarlberg in der Vergangenheit stark abgenommen hat. Leider werden nur mehr ca. 1/3 der Auwälder überhaupt überschwemmt. Während die Hartholzauen noch relativ häufig sind, sind die Weichholzauen hingegen sehr selten geworden und haben insgesamt etwa einen gleich großen Flächenanteil wie Föhren-Trockenauen, die von Natur aus selten sind
und nur auf Sonderstandorten stocken. Die Auwaldstudie zeigt aber auch auf, dass es in Vorarlberg noch einige sehr wertvolle Auwaldvorkommen gibt und dass es durch geeignete Maßnahmen möglich wäre Auwälder wieder zu dynamisieren und auch neue Auwälder zu schaffen.
„Naturschutz tut mir nicht weh“ – Kommunikation für Natura 2000
Das Projekt Komm-Natura arbeitet daran, die Kommunikation zum Thema Natura2000 zu verbessern, den Dialog zwischen den verschiedenen Nutzergruppen zu fördern und (zur Abwechslung) auch positive Inhalte zu vermitteln. Dazu wurden auch ungewöhnliche Mittel wie Karikaturen, und Gedichte verwendet, und zuletzt eine Reihe von Kurzfilmen aus alllen österreichischen Regionen veröffentlicht.
Im Kurzfilm Nummer 2 kommt auch „Georg Grabherr, Naturschutzlegende“ zu Wort, und in Film Nr. 8 wird über die Diskussionen zum Gebiet „Verwall“ berichtet (dort hat ja der erste Mediationsprozess zu einem Groß-Schutzgebiet stattgefunden):
[youtube=http://youtu.be/f__D9UlIZ3A]
Witzig ist auch das „Making of“ mit Funden aus allen Kurzfilmen – man sieht, dass sich trotz mancher Gegensätze auch Naturschützer und -nutzer gut unterhalten können:
[youtube=http://youtu.be/HdeQd1GgNPY]
NaturschutzbeauftragteR für die BH Bludenz gesucht
Der Naturschutzbeauftragte der BH Bludenz soll Verstärkung erhalten (war auch Zeit – Anmerkung der Redaktion).
Das Land hat nun einen Halbtagsjob für eine zweite Person ausgeschrieben. Hier kann man sich die Anzeige ansehen und bei Bedarf auch gleich bewerben. Die Aufgaben sind vor allem Sachverständigentätigkeit, aber auch Beratung, Management von Schutzgebieten und Kontrollen. Gesucht wird eine Person mit Ausbildung in Biologie und Ökologie, nach Möglichkeit mit einschlägiger Berufserfahrung und Ortskenntnis.
Auf in die inatura zum Auwald-Vortrag am 27.8.14!
Bio ist doch gesünder …
… das sagt eine neue Studie (pdf, 492 kB) , die kürzlich von der Universität Newcastle veröffentlicht wurde. Ein internationales Team hat 343 Studien ausgewertet, die die Inhaltsstoffe von biologisch und konventionell angebautem Obst, Gemüse und Getreide untersuchten.
Diese Metastudie ist die größte, die bisher durchgeführt wurde, und im Gegensatz zu einer ähnlichen, 2009 in England durchgeführten Studie (die sich allerdings nur auf 46 Untersuchungen stützte), fand sie einige signifikante Unterschiede: So sind die Gehalte an Antioxidantien in biologischen Lebensmitteln wesentlich höher, die an Nitrat , anderen Stickstoffverbindungen und Cadmium dafür deutlich geringer. Rückstände von Pestiziden sind viel seltener zu finden.
Weil die Forscher großen Wert auf Transparenz legen, sind auch alle verwendeten Daten im Internet zugänglich und können analysiert und überprüft werden.
Außerdem ist der gesundheitliche Wert der Lebensmittel für den Menschen noch nicht alles: Die Bio-Produktion ist auch besser für Pflanzen und Tiere, Boden, Wasser und Luft, und schont das Klima.
Das sollte eigentlich reichen, oder?
Biosphärenpark Großes Walsertal: ManagerIn gesucht
Der Biosphärenpark Großes Walsertal sucht eine Person, die ab 1. Oktober 2014 das Management des Gebiets übernimmt.
Sicher eine spannende Aufgabe – Biosphärenparks bzw. Biosphärenreservate sind keine reinen Naturschutzgebiete, sondern eine Art Modellregion für nachhaltiges Leben und Wirtschaften. Das Prädikat wird von der UNESCO nach einheitlichen Kriterien vergeben. Ziele sind unter anderem die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Kuturlandschaft, die Einbeziehung der Bevölkerung und die Förderung der nachhaltigen Wirtschaft.
Seit der Ausweisung im Jahr 2000 sind hier schon viele interessante Initiativen entstanden.
Stellenausschreibung zum Download (pdf, 497 kB )
Bewerbungen bis Donnerstag, 14. August 2014 an:
Biosphärenpark Management Großes Walsertal,
Jagdbergstraße 272, 6721 Thüringerberg, info@grosseswalsertal.at.
Für Rückfragen: DIin Ruth Moser, T 05550 20360, M 0650 9909000, moser@grosseswalsertal.at
Neue Pläne am Rohrspitz
Bild

Rohrspitz neu – (c) Ansicht: Planungsbüro Hagspiel
Wieder einmal stehen am Rohrspitz in Fußach neue Pläne zur Bewilligung an. Die konkrete Beurteilung wird folgen, derzeit fehlen noch einige Gutachten und neue Pläne.
Um ein konkretes Bild von den Auswirkungen zu bekommen, habe ich aber schon einmal die gezeichnete Ansicht in ein Foto eingesetzt. Das ist natürlich keine perfekte Montage – die Größenverhältnisse müssen aber stimmen, nachdem ich die linke obere Ecke genau an der Auspflockung in der Natur ausgerichtet habe (man sieht sie auf dem oberen Bild noch ganz schwach). Die Bäume müssten übrigens entfernt werden, weil auch eine Tiefgarage geplant ist, die deutlich größer als das oberirdische Gebäude wäre.
Schon so ist offensichtlich, dass das neue Gebäude wesentlich größer als der bestehende „Kiosk“ wäre. Und man muss wissen, dass diese Anlage mitten im wertvollsten Naturschutzgebiet steht und im ganzen Rheindelta das einzige Gebäude direkt am See ist – hier strengere Maßstäbe anzulegen als woanders, ist keine Schikane, sondern ergibt sich eben aus dieser einzigartigen Situation.
Natura 2000: Mäßiges Zeugnis
Eine sehr durchwachsene Bilanz zeigt der Bericht über den Zustand der geschützten Arten und Lebensräume nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie).
Zeugnisse sollten ja den Ist-Stand klar und vergleichbar dokumentieren, und nach Möglichkeit nicht zu sehr demotivieren. Das einzig Positive, was man hier noch sagen kann, ist aber, dass es seit dem letzten Bericht keine gravierenden Verschlechterungen gegeben hat. Schon ein kurzer Blick auf die Grafiken zeigt aber, dass die Rot- und Gelbtöne weit überwiegen. Es ist offensichtlich, dass es hier noch viel zu tun gibt. Weiterlesen




