Vorarlberg Atlas jetzt auch mobil

Noch immer zu wenig bekannt: Der Vorarlberg Atlas bietet eine Fülle von räumlichen Informationen, von Grundstücks- und Widmungsdaten über Biotope und Schutzgebiete, Wanderwege und Fahrradrouten bis zu Wassernutzungsdaten. In der neuen Version 4 kann man noch mehr selber bearbeiten, eigene Zeichnungen erstellen, speichern und herunterladen und sogar eigene Geodaten in die Karten hochladen.

Schon ein Vergleich der Orthofotos aus den verschiedenen Jahren und der historischen Karten gibt höchst anschauliche Einblicke in die Entwicklung unserer Landschaft – eine sehr empfehlenswerte Übung! Diese Luftbilder sind inzwischen in der Version von 2012 verfügbar und zeigen auch kleine Details. Unten zum Vergleich ein aktuelles Bild neben dem aktuellen aus Google Maps (das sind die Vorarlberger Orthofotos von 2006).

VOGIS_mobil_inatura

Beispiel inatura: Unser Standort im mobilen Vorarlberg Atlas

Seit April gibt es auch eine eigene Version für Smartphones. Die ist zwar noch in Entwicklung und kann noch nicht besonders viel. Schon die derzeitigen Informationen sind aber im Gelände sehr nützlich: Zum eigenen Standort kann man sich auf dem Smartphone alle Adressen und Grundstücksnummern anzeigen lassen, außerdem die Namen aller Gewässer – das sind Informationen, die man bei anderen Kartendiensten nicht bekommt.

Dieser mobile Service hat noch viel Potential, und wir freuen uns schon auf weitere Entwicklungen!

Katharina Lins als Naturschutzanwältin neu gewählt

Katharina Lins wurde als Naturschutzanwältin für Vorarlberg wieder gewählt.

Katharina Lins wurde als Naturschutzanwältin für Vorarlberg wieder gewählt.

Die Vertreter der Vorarlberger Naturschutzorganisationen haben gestern in der inatura Dornbirn die Naturschutzanwältin für Vorarlberg gewählt.

DI Katharina Lins wurde von den anwesenden Vertretern der Naturschutzorganisationen einstimmig als Naturschutzanwältin wieder gewählt.

Die bestätigte Naturschutzanwältin, Katharina Lins, mit Stellvertreterin Anna Pichler und Vertretern der Naturschutzorganisationen.

Die bestätigte Naturschutzanwältin, Katharina Lins, mit Stellvertreterin Anna Pichler und Vertretern der Naturschutzorganisationen.

Somit wird Katharina Lins am 1. Mai ihre bereits 5. Amtsperiode in Angriff nehmen.

Nur in Vorarlberg werden der Naturschutzanwalt und sein Stellvertreter von Naturschutzorganisationen gewählt, in den anderen Bundesländern werden die Umweltanwälte jeweils von der Landesregierung bestellt. Die Wahl erfolgt alle 4 Jahre.

Marillenblüte Live

Für zwischendurch: Frühlingsgefühle am Schreibtisch.
Auf der Website „Wachauer Marillen“ kann man über eine Webcam die Entwicklung der Marillenblüten beobachten.

wachauermarilleNicht unbedingt notwendig für die Arbeit, aber sehr schön, da zwischendurch hineinzuschauen (das Bild wird jede Viertelstunde aktualisiert).
Und es geht rasend schnell bei dem Wetter: Heute hat sie sich im Lauf des Tages schon halb geöffnet!

Heliskiing: Nein, danke!

Wikipedia_heliskiingSeit vielen Jahren sprechen sich die Vorarlberger Naturschutzorganisationen einstimmig gegen die Bewilligung des Heliskiings am Arlberg aus, zuletzt im Frühjar 2012. Schließlich spricht vieles dagegen, vor allem die Beunruhigung für die Natur, aber auch die Lärmbelästigung für Einheimische und erholungssuchende Touristen.
Regelmäßig wurde das von der Landesregierung trotzdem bewilligt.
Überraschend und erfreulich fanden wir daher nun die Aussage von LR Rüdisser in der heutigen Zeitung, dass ihm ein generelles Heliskiing-Verbot „am liebsten“ wäre – da er der zuständige Landesrat ist, kann das ja nicht schwer zu erreichen sein. Noch 2012 meinte er, dass die öffentlichen Interessen für eine solche Bewilligung überwiegen würden.
Schreiben der Naturschutzorganisationen zum Heliskiing 2012
Anwort von LR Rüdisser zum Heliskiing 2012

Nun ist die Diskussion ja wiederaufgelebt, weil offenbar im Montafon schon länger der Wunsch besteht, auch solche Flüge anzubieten, und sich Landeshauptmann Wallner klar dagegen ausgesprochen hat. Dass sich die Touristiker dort gegenüber dem Arlberg ungleich behandelt fühlen, ist durchaus verständlich – am besten würde man diese Wettbewerbsverzerrung bereinigen, indem man im ganzen Land keine Außenlandungen mehr bewilligt.
Schließlich ist nicht einzusehen, warum das kleine Vorarlberg das einzige Land in Österreich sein muss, wo so etwas noch genehmigt wird.

Naturschutzmanager gesucht

silbertal_klins

Im hinteren Silbertal – Foto K. Lins

Der neu gegründete „Naturschutzverein Verwall-Klostertaler Bergwälder“ sucht eine Person zur Betreuung der Natura2000-Gebiete „Verwall“ und „Bergwälder Klostertal“.
Zu den Aufgaben gehören unter anderem Information und Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung und Kontrolle – eine anspruchsvolle und bestimmt spannende Aufgabe.

 

Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 19. April, die Stellenausschreibung kann hier heruntergeladen werden.

Verwall - Karte

Natura 2000 Gebiete Verwall und Bergwälder Klostertal

Beide Gebiete wurden als Vogelschutzgebiete nach der EU-Richtlinie nominiert, auf der Homepage des Landes stehen die Gebietsbeschreibungen: Verwall – Bergwälder Klostertal.
Für den Verwall wurde 2007 eine eigene  Verordnung erlassen. Davor fand ein Mediationsverfahren mit Vertretern aller beteiligten Interessen statt – das war das erste  Mal, dass ein solches Verfahren für ein neues Schutzgebiet durchgeführt wurde.

Naturschutzgesetz als E-Book

Gesetz uber Naturschutz und Landschaftsentwicklung - Land Vorarlberg Das Schöne am Smartphone ist, dass man wichtige Informationen immer in der Hosentasche bei sich haben kann. Für mich sind das zum Beispiel einige Gesetzestexte. Wegen der Lesbarkeit und dem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis ist dazu ein „richtiges“ E-Book-Format am besten. Solche Bücher selber zu erzeugen, ist gar nicht so schwer, ich habe probeweise einmal einige Texte produziert.
Weil das auch für andere nützlich sein könnte, steht als erstes das Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung hier zum Download zur Verfügung, und zwar im weitest verbreiteten E-Book-Format, epub. Die Formatierung könnte noch eleganter sein (das kommt vielleicht beim nächsten regnerischen Wochenende), aber sonst funktioniert das, wie es soll, samt Inhaltsverzeichnis und Fußnoten.

Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung als ebook (epub, 91 kB)

Und wie kommt das jetzt aufs Smartphone? Am besten direkt mit dem Browser hinsurfen und den Download-Link in einem E-Book-Programm eigener Wahl öffnen. Auf dem iPhone klickt man dazu auf das „Öffnen mit …“-Feld und wählt dann das passende Programm aus (zB iBooks oder Bluefire). Man kann es aber auch auf den Computer laden und dann sich selber mailen oder über einen Dienst wie Dropbox aufs Handy bringen.
Wer andere Formate braucht, kann fast alles mit calibre umwandeln – das ist ein Open Source Programm, das für die Verwaltung der digitalen Büchersammlung ohnehin unentbehrlich ist, sobald sie mehr als ein paar Bücher umfasst.

Leine ist Leine. Oder doch nicht?

hundWie gesagt: In Naturschutzgebieten gibt es klare Regelungen, wo Hunde nicht frei laufen dürfen. (Karte). „Nicht frei laufen“ heißt: Der Hund muss an die Leine, und zwar an eine richtige Leine. Punkt.
Klingt eigentlich ganz klar und logisch. Es gibt aber ein Problem: Dornbirn und andere Gemeinden haben eigene Verordnungen über das Halten von Hunden. In diesen kommt die Formulierung „nicht frei laufen lassen“ auch vor. Dort wird das aber teilweise so interpretiert, dass eine „virtuelle Leine“ genügt, das heißt, dass der Besitzer den Hund unter Kontrolle hat, und ihn jederzeit zurückrufen kann. Ob das sinnvoll ist, kann und muss ich nicht beurteilen.

Eines ist aber ganz klar: In Naturschutzgebieten gelten die Naturschutzverordnungen. Dort kann auch ein Hund, der ahnungslos in die Nähe eines Vogels kommt, sehr viel Schaden anrichten. Deshalb gibt es dort auch keine „virtuelle Leine“. Unsere Verordnungen sind viel älter als dieser Begriff, und dort war immer klar: Leine ist Leine, und zwar richtige, physische Leine.

Natürlich ist es für normale Menschen schwer verständlich, wenn dieselbe Formulierung auf zwei unterschiedliche Arten ausgelegt wird. Tut mir auch leid. Ich kann aber nichts dafür, und mir ist es wichtig, klarzustellen, welche Regeln in den wertvollsten Naturgebieten gelten.